EARTH ATTACK. Talligs Klimablog

Jürgen Tallig hat zahlreiche Artikel zur drohenden Klimakatastrophe veröffentlicht. Er analysiert die erschreckenden Trends und sagt die unbequeme Wahrheit. Er ist aber auch ein Visionär, der neue Wege aufzeigt und an die Macht der Vernunft glaubt. Hier sind viele seiner Texte versammelt. Bitte oben anklicken bzw. nach unten navigieren!

Krieg und Klimakatastrophe
…Der Klimaschutz darf nicht länger „unter die Räder kommen“, sei es unter die von klimaschädlichen Autos oder auch unter die von Schützenpanzern oder gar unter Panzerketten. Krieg und Aufrüstung lösen keine Probleme, sondern vertagen sie nur oder machen sie noch unlösbarer, zu Lasten der Menschen, der Umwelt und des Klimas.
Der Krieg darf nicht benutzt werden, um den Klimaschutz weiter auszuhebeln und eine (Subventions-)Politik zugunsten fossil-mobiler Großkonzerne und eine forcierte Aufrüstung Deutschlands und Europas durchzudrücken.
Wir stehen vor der Wahl, die Arbeit an einer europäischen Friedensordnung wieder aufzunehmen oder die Eskalation des Krieges zu einem 3. Weltkrieg in Kauf zu nehmen, der sehr wahrscheinlich als Atomkrieg enden würde. Manche Zyniker sagen, ein nuklearer Winter wäre vielleicht die einzige Möglichkeit, die Klimakatastrophe noch zu stoppen.
Grundsätzlich haben wir keine Zeit mehr für geopolitische Machtspiele und ein Agieren in den Kategorien von gestern, die da sind: Macht, Wachstum, Expansion, Erfolg, Aufrüstung, Krieg. Das ist altes Denken und Handeln, aus einer Welt, die sich gerade vor unseren Augen auflöst und die es bald nicht mehr geben wird, wenn wir nicht schnell unseren Kriegskurs untereinander und mit der Natur beenden und in der neuen Realität der Klimakrise ankommen, in der es längst ums Überleben geht.
Jede Pandemie und jeder Krieg sind irgendwann vorbei, jedoch die Klimakatastrophe beginnt gerade erst und sie wird eine lebensbedrohliche Dynamik entfalten, die das Überleben der Menschheit, ja den Fortbestand des Lebens auf der Erde gefährdet.
Das müssen wir endlich zur Kenntnis nehmen und entsprechend handeln. Es gibt bald kein Zurück mehr.
Wir werden die Umwelt- und Klimakrise und alle anderen Krisen nur bewältigen, wenn wir zu einer vernunftgeleiteten Politik der internationalen Kooperation zurückkehren.
Jürgen Tallig 25.01.2023
Der Link zum Offenen Brief in der Leipziger Zeitung:
https://www.l-iz.de/politik/engagement/2023/01/ein-offener-brief-wie-klima-friedenspolitik-zusammenhang-509872

Die Politik hat den Ernst der Lage nicht begriffen
Gemeinsame Erklärung von Wissenschaftlern, Autoren, Politikern, Klimaaktivisten und Bürgerrechtlern zur gewaltsamen Räumung von Lützerath
Schon die ersten Tage des Jahres erinnerten uns daran, dass 2023 viel auf dem Spiel steht.
Bei sommerlichen Temperaturen zu Silvester und einem bisher etwa 10 Grad zu warmen Januar hat jeder empfindende und denkende Mensch mittlerweile das mulmige Gefühl, dass wir ganz bestimmt keine 20 Jahre Zeit mehr haben um die Klimakatastrophe noch zu verhindern.
Doch die Stimmen des fossilen "Weiter so!" sind noch viel zu laut in der Gesellschaft und die Macht der Fossillobby scheint ungebrochen.

Es macht uns fassungslos, dass sich die Politik entgegen der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Klimakatastrophe für die Zerstörung des Dorfes Lützerath und weitere Braunkohleverstromung entschieden hat. Lützerath ist ein Beleg dafür, wie wenig ernst die Politik den Klimaschutz und ihre eigenen Gesetze nimmt.
Am 24. Juni 2021 wurde ein neues Bundesklimaschutzgesetz verabschiedet. Zweck dieses Gesetzes ist „die Erfüllung der nationalen Klimaschutzziele sowie die Einhaltung der europäischen Zielvorgaben zu gewährleisten. Grundlage bildet die Verpflichtung nach dem Übereinkommen von Paris aufgrund der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Danach soll der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden, um die Auswirkungen des weltweiten Klimawandels so gering wie möglich zu halten.“ (Bundes-Klimaschutzgesetz, Gesetze und Verordnungen, BMUV, 2021).
Der „Expertenrat für Klimafragen“ dessen Mitglieder von der Bundesregierung ernannt werden stellt fest, dass eine „sehr große Lücke“ zu den Zielen des Klimaschutzgesetzes besteht, dessen erlaubte Restemissionen sogar auf mindestens 2 Grad Erderwärmung hinauslaufen würden. Doch auch diese ungenügenden Verpflichtungen werden nicht eingehalten.

https://expertenrat-klima.de/content/uploads/2022/11/ERK2022_Zweijahresgutachten.pdf
Wir sind weiter völlig ungebremst in Richtung Klimakatastrophe unterwegs. Laut einer aktuellen Studie der Weltmeteorologieorganisation WMO, https://library.wmo.int/index.php?lvl=notice_display&id=22083#.Y5HsjMuZMY0
könnte eine Erderwärmung von 1,5 Grad bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre erreicht sein und damit eine eskalierende Klimakettenreaktion drohen.
Eine brandaktuelle Studie namhafter Klimawissenschaftler mit dem Titel „Klima-Endspiel“ (2022) verweist auf die bisherige Vernachlässigung und Unterschätzung von Kipppunkten im Klima- und Erdsystem und auf eine bisher viel zu optimistische Einschätzung von Risiken.

Eine schnelle Erderwärmung von 3 Grad gefährdet möglicherweise bereits das Überleben der Menschheit
(siehe: Klimakrise: Was passiert bei drei Grad Erderwärmung, Spektrum der Wissenschaften).
https://www.spektrum.de/news/klimakrise-was-passiert-bei-drei-grad-erderwaermung/2044870
Wird die Kohle unter den Garzweiler-Dörfern verbrannt, sind die Pariser Klimaziele für Deutschland nicht einzuhalten. Der 2030-„Kompromiss“ mit RWE bedeutet nur, dass die gleiche Menge Kohle früher verheizt ist.

Die 1,5-Grad-Grenze verläuft vor Lützerath
Wir zeigen uns solidarisch mit den Aktivist:innen vor Ort und unterstützen ihre Forderungen. Unser noch verfügbares CO2-Budget erlaubt keine weitere Verschwendung. Es ist nur noch schnelle konsequente Emissionseinsparung möglich, wenn wir der Verantwortung die wir in Paris 2015 übernommen haben ernsthaft nachkommen wollen.
Die Zerstörung von Lützerath und die Verbrennung der Kohle wäre ein weiterer Schritt Richtung Verschärfung der Klimakatastrophe und bedroht direkt die Gesundheit und das Leben der Menschen. Jede Tonne CO₂ die ausgestoßen wird führt dazu, dass noch mehr Menschen unter Hitzewellen, Extremwetter, Dürren, Hunger und sich ausbreitenden Krankheiten leiden werden. Jede weitere Tonne CO₂ destabilisiert die Lebensbedingungen der Zukunft weiter, – deshalb muss die Kohle unter Lützerath im Boden bleiben, das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig.
Wir haben inzwischen das Vertrauen in die Regierungspolitik auf Länder- und Bundesebene verloren. Angesichts der Klimakatastrophe, die mit brennenden Wäldern, ausgetrockneten Flüssen, Extremhitze vor unseren Haustüren angekommen ist, rufen wir alle Menschen auf sich am gewaltfreien zivilen Widerstand in Lützerath und anderswo zu beteiligen und die Politik und die Konzerne unter Druck zu setzen. Insbesondere die Wissenschaftler*innen dürfen sich nicht hinter komplizierten Modellen und Forschungsprojekten verschanzen, sondern müssen viel offensiver die Gesellschaft und die Politik über die drohenden Gefahren aufklären und sich dafür Verbündete in Medien und in der Zivilgesellschaft suchen. Eine Pressemitteilung reicht nicht zur Verbreitung der Wahrheit!
Es gibt keine Energiekrise, sondern eine lebensgefährliche Energie- und Ressourcenverschwendung
Wir fordern die Überwindung der Zwangswachstumsgesellschaft und ihrer unverantwortlichen Klima- und Verkehrspolitik durch  geeignete,  konsequente ordnungspolitische Maßnahmen, d.h. auch durch Verbote (z.B. von Kurzstreckenflügen und von Autowerbung), durch die Streichung und Umlenkung von fossilen Subventionen, den konsequenten Ausbau und die Subventionierung von ÖPNV und Zugverkehr, ein Tempolimit auf Autobahnen und warum nicht, durch ein wechselndes Fahrverbot in Abhängigkeit von der Endziffer des Nummernschildes, wie es die Internationale Energieagentur (IEA) vorschlägt? E-Autos sind keine Lösung der Klimakrise und nicht klimafreundlich,- schon wegen dem CO2- Rucksack ihrer Batterien. Der motorisierte Individualverkehr müsste insgesamt bald ein weitestgehendes Ende finden und wieder Raum geben für die Menschen und die Natur. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien müssen vor allem Energie, Rohstoffe und Transporte eingespart werden,- es muss also endlich der Übergang zu einer regional orientierten, naturverträglichen, klimaneutralen und lebensdienlichen Wirtschaftsweise in Angriff genommen werden.
Machen wir Lützerath zum Fanal eines Aufbruchs in diese Richtung und zum Symbol des Widerstands gegen die weitere Zerstörung der Lebensgrundlagen,- setzen wir der fossilen Wirtschaft und Politik endlich Grenzen. Seien wir ungehorsam, - aus wissenschaftlicher Einsicht und aus Liebe zu allem Lebendigen bleibt uns nichts anderes übrig.

Wer diese Gemeinsame Erklärung unterzeichnen und unterstützen möchte, bitte eine kurze Nachricht über Kontakt senden. Vielen Dank!

Erstunterzeichner:
Jürgen Tallig, Autor, Klimaaktivist und Bürgerrechtler
Prof. Dr. Helge Peukert, Wirtschaftswissenschaftler, Scientist Rebellion (SR)
Dr. Maiken Winter, Klimaaktivistin
Dr. Harald Bender, Akademie Solidarische Ökonomie
Dr. Hans-Jürgen Fischbeck, Bürgerrechtler, Physiker
Dipl.-Ing Dr. Wolfgang Neef, ehem. TU Berlin
Dr. Winfried Wolf, Zeitschrift "Lunapark21"
Dr. Bruno Kern, Theologe, Initiative Ökosozialismus
Hartmut Plötz, Diplom-Volkswirt, Diplom-Sozialökonom
Marcus Otto, Sprecher Ökologische Plattform
Prof. Dr. Franz Segbers, Konstanz
Dr. Peter Häp, ATTAC-Krefeld
Prof. D.-Ing. Jochen Hanisch (1. Vorsitzender) Verein zur Förderung der angewandten Nachhaltigkeit (VaN e.V.)
Rosi Reindl Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP)
Aktuelle Links:
https://www.l-iz.de/politik/engagement/2023/01/erklarung-raeumung-lutzerath-508052
http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=81698&tx_ttnews[cat]=23&cHash=bc76e269f1
https://www.lunapark21.net/die-politik-hat-den-ernst-der-lage-nicht-begriffen/
http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/meinung/umsp1215.html


Ergänzung zur Gemeinsamen Erklärung
Zahlenmagie und Kipppunkte. Wie viel Zeit haben wir wirklich noch?
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat im Juni 2022 eine Stellungnahme veröffentlicht:
„Wie viel CO₂ darf Deutschland maximal noch ausstoßen? Fragen und Antworten zum CO₂-Budget“

https://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2020_2024/2022_06_fragen_und_antworten_zum_co2_budget.pdf
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen ist das höchstrangige wissenschaftliche Beratungsgremium der Bundesregierung und er sagt in seiner Stellungnahme: “Das noch verfügbare faire CO2-Budget Deutschlands für einen 1,5°C-Pfad läuft 2031 ab, das für 1,75°C 2040.

Das geltende Klimaschutzgesetz entspricht nach der Berechnung des SRU einer Begrenzung der Erhitzung der Erde auf weniger als 2, aber deutlich über 1,5°C.” Das heißt Null Emissionen bis 2031 um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen, wozu die Regelungen des Klimagesetzes nicht ausreichen. Schauen wir mal etwas genauer hin, denn bekanntlich ist oft das Kleingedruckte das Entscheidende:

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) schreibt in seiner 30-seitigen Stellungnahme weiter , unter Punkt 6. auf Seite 7:

“6. Wie groß ist das aktualisierte CO₂-Budget für Deutschland und die EU-27 ab 2022? Aktualisiert beträgt das maximale Budget ab 2022 für Deutschland 6,1 Gt CO₂ (1,75 °C, 67 %), 3,1 Gt CO₂ (1,5 °C, 50 %) bzw. 2,0 Gt CO₂ (1,5 °C, 67 %). Bei linearer Emissionsreduktion ab 2022 wären diese Budgets 2040, 2031 bzw. 2027 aufgebraucht. ”

Die Prozentangaben in den Klammern drücken die Wahrscheinlichkeit aus, mit der eine solche Begrenzung möglich ist. Also, um die Erderhitzung mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% auf 1,5 Grad zu begrenzen haben wir noch 8 Jahre Zeit, bei 67% Wahrscheinlichkeit sind es nur noch vier Jahre und bei 100% sind es in etwa nur noch zwei Jahre. Doch von 100 % wird prinzipiell nie gesprochen. Aber wer würde denn in ein Flugzeug steigen, dass mit 50%iger Wahrscheinlichkeit abstürzt…? Niemand!
Aber die Klimakatastrophe wird schöngerechnet und die CO2- Budgets werden als gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis gehandelt, dabei sind sie eigentlich nur schwarze Zahlenmagie.
Nun hat man sich auf den Emissionspfad einer Begrenzung auf eine 1,75 Grad- Erhitzung mit 67 %iger Wahrscheinlichkeit festgelegt und sich damit vermeintlich klimapolitisch Luft bis 2040 verschafft. Aber bei 100% wäre auch hier die Klimaneutralität schon 2035 fällig und hatte man sich denn nicht in Paris auf 1,5 Grad festgelegt, weil jenseits dieser Marke Kippelemente und eine Selbstverstärkung der Erderhitzung zu erwarten sind…!? Ist es also nicht völlig unverantwortlich, seine Klimapolitik auf ein ungewisses 1,75 -eher sogar ein 2 Grad-Ziel auszurichten, wenn wahrscheinlich schon bei 1,5 Grad alles völlig aus dem Ruder läuft?
Wir werden jetzt die Klimakatastrophe begrenzen oder wir werden sie überhaupt nicht mehr begrenzen können, weil sie sich dann verselbständigt hat und selbst verstärkt. Das meint ganz konkret den auftauenden Permafrost, das schwindende Meereis, die brennenden Wälder, -alles Verstärkungen der Erderhitzung, die bereits in vollem Gange sind, aber in diesen Budgetzahlenspielereien gar nicht berücksichtigt werden. Laut einer neuen Studie haben wir die ersten Kipppunkte bereits erreicht und werden absehbar weitere überschreiten: “Aus der Analyse der Forscher geht hervor, dass selbst eine globale Erwärmung von ein Grad Celsius – die wir bereits überschritten haben – kritische Kipppunkte auslösen kann. Die aktuelle Erderwärmung von 1,1 Grad über dem vorindustriellen Niveau liege bereits am unteren Ende der Schwellenwerte von fünf Kipppunkten. Bei einem Anstieg auf 1,5 bis 1,9 Grad seien sechs Auslösungen wahrscheinlich. ”

https://t3n.de/news/klimastudie-warnt-5-kippunkte-15-grad-erreicht-klimawandel-1497539/

Und zu guter Letzt sei noch darauf hingewiesen, dass der Weltklimarat IPPC seine Budgetberechnungen an die Annahme geknüpft hat, dass ab 2050 jährlich 10 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) CO2 aus der Atmosphäre zurückgeholt werden, was heute schon unmöglich ist. Man kann eine sich aufschaukelnde Klimakatastrophe nicht später wieder rückgängig machen, genauso wenig wie man den Tod rückgängig machen kann. Deshalb müssen wir uns heute für das Leben entscheiden.

 

Jürgen Tallig              20.01.2023

 

Als Kommentar unter dem Offenen Brief von Scientists for Future in der Leipziger Internetzeitung veröffentlicht:
https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2023/01/offener-brief-ein-moratorium-fuer-die-raeumung-von-luetzerath-506623

Klimawende jetzt!     (mit einem Klick zum vollständigen Text oder oben, in der Leiste anklicken)
Energiekrise und Klimakrise erfordern eine radikale sozial-ökologische Transformation

Erst die Energiekrise hat den Herausforderungen der Klimakrise wirklichen ´Nachdruck verliehen und z.B. das Thema Energiesparen ernsthaft in den gesellschaftlichen Focus gerückt. Seit 30 Jahren wissen wir, dass wir uns in einer Klimakrise befinden, die außer Kontrolle zu geraten droht und dass wir weit über unsere natürlichen Verhältnisse leben.

Tatsache ist, wir befinden uns seit Jahren in einer Klima- und Wasserkrise und sind ungebremst Richtung Klimakatastrophe unterwegs.
Doch auch die neue Bundesregierung hielt es bisher, selbst angesichts austrocknender und kippender Flüsse und Seen, brennender und schwer geschädigter Wälder und massiver Ernteausfälle, nicht für notwendig den Klimanotstand auszurufen und entschlossen gegen die Klimakrise vorzugehen.

Klimagerechtigkeit in der „Energiekrise“

Fossile Energie und klimazerstörender Verkehr werden nachwievor hoch subventioniert während für einen wirklich günstigen ÖPNV angeblich kein Geld da ist. Dabei tobt jeden Tag der Verkehrs-wahnsinn auf den Straßen. Alleine die jährlichen Staus in Deutschland reichen 40 mal um den Erdball.

Die reichsten 10 % der Haushalte in Deutschland verursachen übrigens 26 % der Treibhausgasemissionen, fast genauso viel, wie die gesamte ärmere Hälfte der Bevölkerung. Während die Reichen unverändert  eine unsittliche Energieverschwendung betreiben, SUV fahren, in 200 m²-Lofts und Villen wohnen, um die Welt jetten und die Gasumlage aus der Portokasse bezahlen, sollen die Ärmeren den Gürtel enger schnallen.

Es kann nicht sein, dass Energieverschwendung und Gewinne der Konzerne und der Reichen weiter subventioniert werden und die kleinen Leute und die kommenden Generationen die Zeche dafür zahlen sollen. Das ist nicht nur ungerecht, es ist auch rechtswidrig (siehe das Urteil des BVG zum Klimagesetz) und zerstört die Zukunft von Milliarden Menschen.

Klimawende Jetzt

Jetzt wäre die Gelegenheit für eine grundlegende soziale und demokratische Klimawende, die die Weichen neu stellt für viel weniger Energieverbrauch und die Kosten und Lasten gerecht verteilt.
Hierzu gehören eine energetische Grundsicherung für geringe Einkommen, Gewerbetreibende und kleine Unternehmen und eine progressiv steigende Energiesteuer für Reiche und Großverbraucher und natürlich eine Übergewinnsteuer, sowie eine relevante CO2- Steuer und ein Klimabonus, der steuerliche Belastungen ausgleicht. Verschwendung muss bestraft und Sparsamkeit belohnt werden.
Unsinnige Fehlsubventionen für fossile Strukturen müssen umgelenkt werden,- die Zukunft muss subventioniert werden, nicht die Vergangenheit.
Viel weniger Energie- und Rohstoffverbrauch, viel weniger Verpackungen und Transporte, Abbau von Monopolstrukturen, Förderung kleinteiliger Strukturen, eine Regionalisierung der Wirtschaft, ein weitgehendes Ende des motorisierten Individualverkehrs, mehr lebensdienliche Arbeit, mehr Zeit und vor allem viel mehr Gerechtigkeit,- das ist notwendig,
- also eine wirklich radikale sozial-ökologische Transformation.
Jürgen Tallig      September 2022

Kurs Klimakatastrophe     Zur Langfassung bitte oben "Kurs Klimakatastrophe" anklicken.

Der Weltklimarat warnt vor verheerenden, irreversiblen Folgen unseres Krieges gegen die Natur und das Klima

Auch wenn die Welt diese Nachricht in der jüngsten lautstarken Propagandaschlacht des fossilen Zeitalters kaum vernommen hat, so ist doch unser Krieg gegen die Natur unverändert die eigentliche Herausforderung auf Leben und Tod, vor der die Menschheit steht. UN-Generalsekretär Antonio Guterres nennt den kürzlich erschienenen neuen Bericht des Weltklimarates IPCC „einen Atlas des menschlichen Leids und eine Anklage gegen das kriminelle Versagen der Klimapolitik“. Fast die Hälfte der Menschheit ist schon jetzt besonders stark vom Klimawandel und seinen Folgen bedroht, ein weiteres Viertel muss sich an drastische Veränderungen anpassen. Milliarden Menschen sind bereits betroffen.  Die Entwicklungen verlaufen schneller, die Risiken sind größer und die Biosphäre reagiert sensibler als bisher angenommen, schreibt der IPCC im zweiten Teil seines sechsten Sachstandsberichts. Sollte sich die Welt auch nur zeitweise über die Marke von 1,5 Grad erwärmen, rechnen die Autoren mit  schwerwiegenden Auswirkungen auf die Ökosysteme. „Die Risikoschwellen werden schon bei deutlich niedrigeren Temperaturen erreicht“, so Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven, einer der Hauptautoren des Berichts. „Jenseits der 1,5 Grad sehen wir irreversible Schäden“, sagt Mitautor Matthias Garschagen von der Uni München. „Zum Beispiel das noch stärkere Auftauen von Permafrostböden, das rasante Abschmelzen von Gletschern und Meereis und den weiteren Verlust von Waldflächen. Das führt dazu, dass es immer schwieriger (wenn nicht unmöglich J.T) wird, die Temperaturkurve später wieder zu senken.“ Die nächsten Jahre sind absehbar die letzte Gelegenheit, um die drohende Klimakatastrophe noch zu verhindern.

Gedenken an Michael Gorbatschow (1931-1922) dessen inspirierendes Neues Denken die Welt veränderte , was aber vom Westen benutzt und zur eigenen Machterweiterung missbraucht wurde. Resultat ist die heutige Vielfachkrise. Neues Denken und Handeln sind nötiger denn je (siehe auch Bilder/Doku):

Die Idee eines Neuen Denkens und Handelns, die in der Zeit der Hochrüstung und der drohenden Konfrontation zwischen den Machtblöcken, einen entscheidenden Durchbruch zur Abrüstung und Entspannung brachte, ist heute aktueller denn je.
War Neues Denken und Handeln damals eine Chance, die im Siegestaumel unterging, so ist es heute eine Überlebensnotwendigkeit. Schon damals wurde von Michael Gorbatschow und anderen die Notwendigkeit formuliert und begründet, die Erde nicht der Anarchie und Willkür politischer und ökonomischer Einzelinteressen zu überlassen, sondern die gemeinsamen Interessen der menschlichen Gemeinschaft angesichts der Globalen Bedrohungen in den Vordergrund zu stellen.
Der Schutz des Klimas und die Stabilisierung des Erdsystems, als elementare Voraussetzung auch menschlichen Lebens auf der Erde, muss heute zum primären und übergeordneten Ziel gesellschaftlichen Handelns werden. „Earth first“ könnte man sagen.
Wenn das System Erde erst einmal gekippt ist und die Welt zudem in Chaos und Barbarei versinkt, dann gibt es kein Zurück mehr. Es ist ein Ausdruck von Verblendung und Selbstüberschätzung (Hybris) zu meinen, wir könnten nachträglich (2050) einen planetaren Systemübergang rückgängig machen.
Die Zeit für Neues Denken und Handeln ist jetzt gekommen und sie wird nur allzu bald wieder vorbei sein.

Unsere derzeitige Wirtschafts- und Lebensweise bedroht das Leben der Armen und Schwachen dieser Welt und das der vielen Milliarden Menschen, die noch nach uns auf der Erde leben wollen.

Sie ist Ausdruck einer erschreckenden Gleichgültigkeit gegenüber der Zukunft und einer völligen Missachtung und Verkennung des Eigenwertes des vielfältigen Lebens auf der Erde und destabilisiert unseren Heimatplaneten gerade unumkehrbar in den Zustand einer lebensfeindlichen Heisszeit.

55 Jahre nach 68 und mehr als 30 Jahre nach der ostdeutschen Demokratiebewegung von 89 braucht es eine Bewegung ähnlichen Ausmaßes, um die nötige Klimawende endlich auf den Weg zu bringen.

Die ewige Große Koalition des fossilen Machtkomplexes in Wirtschaft und Politik muss unter Druck gesetzt und schnellstens beendet werden. Eine Koalition der Vernunft ist notwendig, die die notwendige „Große Transformation" aller Gesellschaftsbereiche, vor allem bei Energie, Verkehr und Landwirtschaft noch rechtzeitig auf den Weg bringt und die Weichen in Richtung Zukunft und Überleben stellt.

Es braucht eine politische Heisszeit, um die drohende apokalyptische Klima- Heisszeit doch noch zu verhindern.

Jürgen Tallig      siehe auch "Klima auf der Kippe"  November 2018           tall.j@web.de             

 

                                                    https://de.wikipedia.org/wiki/Sechster_Sachstandsbericht_des_IPCC

Jürgen Tallig, Ingenieur und Buchhändler,

DDR- Bürgerrechtler, studierte nach der Wende Sozialökologie und  Politik in Berlin; er veröffentlichte in den letzten Jahren zahlreiche Artikel zu Klimawandel und Klimapolitik, schreibt aber auch Gedichte, Theaterstücke und Romane.

Angesichts der Klimakatastrophe plädiert er für eine erneute, diesmal ökologische Wende, für Neues Denken und Handeln und eine parteienübergreifende Koalition der Vernunft. Es braucht eine "Alternative für das Leben" ,damit der Planet bewohnbar bleibt.

 

Wer wir sind

 

 

Jürgen Tallig                                                                             Foto: privat

 

Kurzbiografie

 

Jürgen Tallig war Ingenieur und Buchhandler in Leipzig. Er begründete 1988 die Gruppe „Neues Denken“, die öffentliche Veranstaltungen zur Reform des Sozialismus durchführte und u.a. die Wahlen kontrollierte. 1989 war er einer der Mitbegründer des „Neuen Forum“ in Leipzig, dessen erstes Büro in seinem Haus in der Dreilindenstraße er leitete und mehrfach Redner auf den montäglichen Großkundgebungen. Er war Betriebsgruppenkoordinator und Mitglied der Programmkommission des Neuen Forums, sowie Autor und Herausgeber einer Zeitungsseite der Opposition. Er leitete die ostdeutsche „Demokratie-Initiative 90“, die Bürgerbegehren und Volksentscheide rechtlich verankern wollte und auch dem Verfassungsentwurf des Runden Tisches zuarbeitete. Nach der Wende nochmaliges Studium der Sozialökologie und Politikwissenschaften in Berlin u. a. bei Rudolf Bahro und Elmar Altvater (Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung).

Jürgen Tallig lebt seitdem in Berlin und war als Sozialarbeiter und im Bereich Umweltbildung tätig. Intensive Weiterbeschäftigung  mit Umweltthemen, speziell mit Klimawandel und Klimapolitik, zahlreiche Veröffentlichungen in Umweltzeitschriften (u.a. in „Umwelt aktuell“). 2006 erhielt er den Umweltpreis Pankow. 2013 Auftritt im MDR- Fernsehen zum Thema Unwetter und Hochwasser. Jürgen Tallig ist Referent für Klimafragen im Netzwerk Ökosozialismus.

http://oekosozialismus.net/referenten/

In den letzten Jahren veröffentlichte er zahlreiche Artikel, u.a. "EARTH FIRST: Der Preis des Lebens" in den Blättern für deutsche und internationale Politik 10`18, der 2019 auch im Reader zur Klimakrise "Unsere letzte Chance" veröffentlicht wurde. In den "Blättern " (11`21) erschien auch der vielbeachtete Kommentar "Vor der Klimakatastrophe oder: Last Exit Glasgow".

 https://www.blaetter.de/autoren/juergen-tallig

Spruch des Monats

"Die roten Linien für einige Kippelemente im Klima- und Erdsystem, könnten genau im Pariser Korridor,

zwischen 1.5 und 1.8 Grad liegen. "

 „Was wir nicht wissen, ist, ob das Klimasystem  bei etwa 2°C über dem vorindustriellen Niveau ‚geparkt‘ werden kann, wie es das Pariser Abkommen vorsieht. Oder ob es, einmal so weit angestoßen, weiter abrutschen würde in ein dauerhaftes Supertreibhaus-Klima."

Hans Joachim Schellnhuber, Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

"Klima- Endspiel"

Eine neue Studie von 2022, kommt zu der Erkenntnis, dass die Gefahr der Kipppunkte bisher unterschätzt wird und eine Erderhitzung  von

3 Grad das Überleben der Menschheit gefährdet. Siehe:

www.spektrum.de/news/klimakrise-was-passiert-bei-drei-grad-erderwaermung

Der Spruch des  Jahrhunderts:                                                       Wir werden erdsystemkompatibel sein, oder wir werden nicht sein. J.T.             . Wie man die Trägheit der Herzen und Strukturen noch rechtzeitig überwinden kann, ist inzwischen eine Überlebensfrage...

 Unsere letzte Chance! – Der Reader zur Klimakrise, Die Beiträge in Kürze:

 

Jürgen Tallig: Earth first: Der Preis des Lebens, S. 325-334
Die Erde geht in einen lebensfeindlichen Systemzustand über. Dennoch
sind wir noch immer nicht bereit, unsere Wirtschafts- und Lebensweise
radikal zu ändern. Den Grund dafür sieht der Politikwissenschaftler Jürgen
Tallig in dem viel zu niedrigen Preis für Energie und Rohstoffe. Gerade
aber weil die Leistungen der Natur schier unersetzlich sind, muss deren
Preis um ein Vielfaches ansteigen. Andernfalls zahlen wir buchstäblich
mit unserem Leben.

Abenteuer Klima in der ARD Mediathek, 6 Folgen, Nachwievor das Beste zum Thema Kipppunkte!
Unbedingt anschauen und weiter empfehlen!

01 Grönland30 min.                                
02 Amazonien30 min.                             
 03 Alaska30 min.
 04 Ozeanien30 min.
 05 Afrika30 min.
 06 Indien und Himalaya30 min.

 


Forscher warnen vor einer Heißzeit- Der Planet könnte eine kritische Schwelle überschreiten und sich von alleine weiter erwärmen. Grund dafür sind Kippelemente im Klimasystem (siehe Grafik drüber, Quelle PIK).

Der Planet könnte durch verschiedene Rückkopplungsprozesse im Klima- und Erdsystem in den anderen Systemzustand einer Heißzeit und in ein dauerhaftes Supertreibhaus-Klima abrutschen. In dieser „Hothouse Earth“ gäbe es 4-5 Grad höhere Temperaturen und einen verstärkten Meeresspiegelanstieg von bis zu 60 Metern. Grund dafür sind Kippelemente im Klimasystem, die eine noch stärkere Erwärmung, auch ohne weiteres menschliches Zutun,  bewirken könnten.

 

Darauf weist ein internationales Team von Wissenschaftlern vom Stockholm Resilience Center, der Universität Kopenhagen, der Australian National University und vom Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in einer neuen Studie hin, die unter dem Titel “Trajectories of the Earth System on the Anthropocene” im amerikanischen Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschien ist.

Die weltweit für Aufsehen sorgende Studie untersucht, wie Veränderungen im Erdsystem die Erderwärmung beeinflussen.

„Industrielle Treibhausgasemissionen sind nicht der einzige Faktor, der die Temperatur auf der Erde beeinflusst. Unsere Arbeit weist darauf hin, dass eine vom Menschen verursachte globale Erwärmung von 2 Grad andere Prozesse des Erdsystems anstoßen könnte (oft als Rückkopplungen bezeichnet). Diese wiederum könnten die Erwärmung weiter vorantreiben, – selbst wenn wir aufhörten, Treibhausgase auszustoßen“, sagt Leitautor Will Steffen von der Australian National University (ANU) und dem Stockholm Resilience Centre (SRC).

Der Übergang zu einer emissionsfreien Weltwirtschaft müsse deshalb deutlich beschleunigt werden, argumentieren die Autoren.

Das heißt: Selbst bei Umsetzung der im Pariser Abkommen festgelegten Pläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen, -was ja immer unwahrscheinlicher wird-, bleibt ein beträchtliches Risiko, dass der Planet in einen anderen Zustand kippt.

«Werden empfindliche Elemente des Erdsystems gekippt, könnte sich die Erwärmung durch Rückkoppelungseffekte selbst weiter verstärken“, so Mitautor und PIK-Gründungsdirektor Hans Joachim Schellnhuber. Die roten Linien für einige der Kippelemente liegen wohl genau im Pariser Korridor zwischen 1,5 und 2 Grad Erwärmung. „ Man könne sich nicht darauf verlassen, dass das Erdsystem bei 2 Grad langfristig sicher «geparkt» werden könne“, so Schellnhuber weiter.

Rückkopplungen und Kippelemente

Die Wissenschaftler verweisen in ihrer Studie auf zehn Aspekte des "Erdsystems", die von bislang "neutral" oder "hilfreich" zu "schädlich" kippen könnten. Dabei würden dann mehr CO2 und Methan in die Atmosphäre abgegeben, als durch jegliche menschliche Aktivität zusammengenommen.

Zu diesen Prozessen gehören der Studie zufolge unter anderem das Auftauen der seit Urzeiten gefrorenen Permafrostböden, das teilweise Absterben des riesigen Amazonas-Regenwalds und von Wäldern auf der Nordhalbkugel sowie das Schmelzen von Meereis und Eisschilden an den Polen. Auch die Destabilisierung sogenannter Methanhydrate in der Tiefsee oder die Vermehrung von treibhausgasproduzierenden Bakterien in den Ozeanen gehören zu diesen großen Risikofaktoren. Durch das Überschreiten kritischer Schwellen könnten Kippelemente in fundamental andersartige Zustände versetzt werden. Die Rückkopplungen könnten z.B. Kohlenstoffspeicher in Kohlenstoffquellen verwandeln, die in einer entsprechend wärmeren Welt unkontrolliert Emissionen freisetzen würden. Zu den kritischen Prozessen gehört insbesondere diese Schwächung der Kohlenstoffsenken an Land und in den Ozeanen, durch das teilweise Absterben des Amazonas-Regenwaldes (wurde im letzten Jahrzehnt von mehreren schweren Dürren heimgesucht)  und der borealen Wälder und z.B. durch das schwindende Phytoplankton.

Hinzu kommt eine veränderte Wärmerückstrahlung (Albedo) durch die Verringerung der Schneedecke auf der Nordhalbkugel, den Verlust von arktischem und antarktischem Meereis sowie das Schrumpfen der großen Eisschilde.

Der Beitrag der Antarktis zum Anstieg des Meeresspiegels erweist sich überdies bereits als viel höher, als bisher angenommen.  Neuere Messungen und Simulationen zeigen besorgniserregende Ergebnisse. Die dortigen Eismassen reichen aus, um die Ozeane um unvorstellbare 60 Meter ansteigen zu lassen.

Im Erdsystem gebe es eine Reihe von "Dominosteinen", betonte Johan Rockström vom ebenfalls an der Studie beteiligten Stockholm Resilience Center. Falle einer dieser Steine um, könne er das gesamte Erdsystem weiter auf den nächsten Kipppunkt zutreiben. Für die Menschheit würde es dann "sehr schwierig oder sogar unmöglich" werden, die komplette Reihe von "Dominosteinen" vor dem Umfallen zu bewahren. Nach PIK-Angaben könnte das bedeuten, dass sich der Klimawandel dann selbst verstärkt - "auf lange Sicht, über Jahrhunderte und vielleicht Jahrtausende".

Angesichts dieser Unsicherheiten fordern die Studienautoren, treibhausgasproduzierende Prozesse schneller zu beenden, etwa in der Industrie und in der Landwirtschaft.

Die Reduktion von Treibhausgasen allein reicht nicht aus
 „Die Treibhausgasemissionen aus Industrie und Landwirtschaft bringen unser Klima und letztlich das ganze Erdsystem aus dem Gleichgewicht, das zeigen wir auf.“ Die von den Treibhausgasen verursachte Erwärmung verändert und destabilisiert unsere natürliche Umwelt.  

„…Kippelemente können sich, – sobald ein bestimmtes Belastungsniveau einmal überschritten ist – grundlegend, schnell und möglicherweise irreversibel verändern. Gewisse Kaskaden solcher Ereignisse könnten das gesamte Erdsystem in eine neue Betriebsweise kippen“, sagt Hans Joachim Schellnhuber, amtierender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. „Was wir derzeit noch nicht wissen, ist, ob das Klimasystem sicher bei etwa 2°C über dem vorindustriellen Niveau ‚geparkt‘ werden kann, wie es das Pariser Abkommen vorsieht. Oder ob es, einmal so weit angestoßen, weiter abrutschen würde in ein dauerhaftes Supertreibhaus-Klima. Die Schwelle hin zu einem deutlich anderen Zustand der Erde könne bei 2 Grad liegen, es sei aber unsicher, wo eine solche Schwelle tatsächlich liege. In diesem Jahr schien es allerdings, als sei die Schwelle bereits überschritten.

Um die Chancen zur Vermeidung einer „Heißzeit“ zu verbessern, braucht es nicht nur eine entschlossene Minderung von Kohlendioxid- und anderen Treibhausgasemissionen. Auch erweiterte biologische Kohlenstoffspeicher, etwa durch ein verbessertes Wald-, Landwirtschafts- und Bodenmanagement, oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie Technologien, um der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen und unterirdisch zu speichern, können eine wichtige Rolle spielen, so die Autoren. Entscheidend sei, dass diese Maßnahmen durch grundlegende gesellschaftliche Veränderungen gestützt werden.

 

Zusammengestellt  von Jürgen Tallig       August 2018                             tall.j@web.de

Abenteuer Klima in der ARD Mediathek, 6 Folgen, Nachwievor das Beste zum Thema Kipppunkte!
Unbedingt anschauen und weiter empfehlen!

01 Grönland30 min.                                
02 Amazonien30 min.                             
 03 Alaska30 min.
 04 Ozeanien30 min.
 05 Afrika30 min.
 06 Indien und Himalaya30 min.

 

Der Preis ist heiss

Der Preis ist heiß
Ich bin heiß, du bist heiß
Wir sind heiß
Es rinnt der Schweiß
Bei unserm heißen Tanz
Auf dünnem Eis
Wir bringen die Welt aus der Balance
Überkommt uns die Hitze
Entflammt die Glut
Wir schmelzen das Eis
Denn der Preis ist heiß
Wir wollen den Drachen reiten
Es kommen heiße Zeiten.
Refrain:
Ich bin heiß, du bist heiß
Wir sind heiß
Es rinnt der Schweiß
Bei unserm heißen Tanz
Auf dünnem Eis
Der Preis ist heiß.
Wir leben auf Kredit
Bei unserm heißen Ritt
Geht es um die ganze Welt
Mit geborgtem Geld
Unser Tanz ist mächtig laut
Doch es gewinnt nur, wer sich traut
Mal eben Fliegen
Schnell noch was kriegen
Schnell noch mal siegen
Es zählt das hier und jetzt allein
Etwas mehr kann’s schon noch sein.
Wasser und Eis werden knapp
Doch wir machen nicht schlapp
Wir sind heiß auf den Sieg
Wir haben Spaß, gib noch mal Gas
Lass die Motoren heulen
Und verlier nicht die Balance
Bei unserm heißen Tanz
Wir sind so heiß auf den Preis
Deshalb rinnt der Schweiß
Der Preis ist heiß.
Wir drehen uns viel zu schnell
In unserm goldenen Kettenkarussell
Das kommt nie mehr zum stehen
Es muss sich immer weiter drehen
Wir werden uns selbst überrunden
Uns ist schon schwindlig und es läuft heiß
Doch der Preis ist heiß.
Lasst uns nochmal alles geben
Wir gewinnen mit etwas Glück
und starten dann von der Poolposition
zu einmal Hölle und zurück.
Der Preis für den Sieg
ist nicht nur heiß, er ist auch hoch
denn er kostet das Leben
er wird nur einmal vergeben.
Wir sind so heiß, dass die Welt verbrennt
Wenn wir nach ihr fassen
Überkommt sie die Hitze
Entflammt die Glut
Sie kann es nicht mehr lassen
Die Erde wird immer heißer
Verbrennt alle Wälder, schmilzt alles Eis
Die Erde wird heiß, das ist der Preis!
Wir wollten den Drachen reiten
Nun kommen heiße Zeiten.
Wird uns die Sache endlich zu heiß
Dann zahlen wir schon den vollen Preis
ist die Erde längst außer Rand und Band
Dann haben wir uns ein letztes Mal
die Finger verbrannt.
Lernen kann, wer Schmerzen kennt
Vom Feuer das im Herzen brennt,
wir waren innen kalt wie Eis,
nicht heiß
nun ist es vorbei:
Feuer frei!
Ich bin heiß…
Jürgen Tallig X- 2017

Nekrophil
Ansage:
Jedes Jahr sterben 400000 Menschen in Europa an den Folgen von Autoabgasen.
Auf ein deutsches Neugeborenes kommen 17 von deutschen Firmen weltweit neugebaute Autos, das sind über 12 Millionen Stück jedes Jahr. Ist das zuviel? (Publikum brüllt: Ja !!!!!!!!!!!!)
Sänger: Nhnnein ! Das ist Nekrophil!
(Instrumental (hart) als Einstieg, eher maschinell!)
Eine Milliarde Autos
Sind zu viel
Für die Erde und das Leben
Zwei Milliarden Autos
Sind nekrophil
Genug ist längst genug
Zuviel längst nekrophil
Wir sind schon groß
Wolln immer mehr
Wir wachsen immer weiter
Wachstum bis zum Overkill!
Wir sind schon groß
Wolln immer mehr
Wir wachsen immer weiter,
wir wachsen wie ein Krebsgeschwür
karzinogenes Rasen
auf der ganzen Welt
verbreiten wir unsere Metastasen.
Audi, Daimler und VW,
das tut dem Leben weh.
Genug ist längst genug
Zuviel längst nekrophil
Wir sind schon groß
Wolln immer mehr
Wir wachsen immer weiter
Wachstum bis zum Overkill!
Milliarden Euro und Dollar für Waffen
Sind zu viel
Waffen und Kriege sind nekrophil.
Krauss-Maffei, Heckler-Koch machen immer weiter
Wollen am Tod verdienen
der Euro ist auch ein Fighter
Von Airbus gebaut für die ganze Welt
Der Militär- industrielle Machtkomplex
Braucht Feinde, braucht Umsturz,
verkauft weltweit Waffen wie Unkraut- Ex
Exekutiert das Leben für Geld.
Genug ist längst genug
Zuviel längst nekrophil
Wir sind schon groß
Wolln immer mehr
Wir wachsen immer weiter
Wachstum bis zum Overkill!
Zwei Grad wärmer sind zu viel
Dreieinhalb sind nekrophil
Fünf Grad mehr sind der Overkill!
Bei sechs Grad wird die Erde still.
Genug ist längst genug
Zuviel längst nekrophil
Wir treibens mit dem Toten
Und halten vom Leben nicht viel
Konzerne wachsen immer weiter
karzinogenes Rasen
wachsen wie ein Krebsgeschwür
verbreiten auf der ganzen Welt ihre Metastasen
Wachstum bis zum Overkill!
Das ist nekrophil
So wird das Leben vergehn
Wachstum bis zum Tode, bis ins Nekrozän.
Jürgen Tallig VIII-2017

Die Erde im Jahr 2035

Die Erde ist dabei, in einen anderen Systemzustand überzugehen und die Schwelle zur Heisszeit zu überschreiten.

 Diesen Artikel schrieb ich bereits im Januar 2018, also lange bevor das Thema „Heisszeit“ nach dem „Jahrhundertsommer“  und den neuen Klimastudien in aller Munde war. Was Anfang des Jahres noch eine Vermutung war, ist angesichts der diesjährigen globalen Hitzewelle schon fast Gewissheit. Die Realität ist dabei uns einzuholen und zu überholen.

Die Zukunft des Planeten, die wir noch ein wenig aufschieben wollten, hat längst begonnen und klopfte in Form einer Hitzewelle und Dürre an unsere Tore und kündigt das Kommen einer lebensfeindlichen Heißzeit an.

Meine  im Januar 2018 verfasste Zukunftsvision wurde in vielen Punkten schon im selben Jahr Realität. Die Zukunft dieses naturgemäß fiktiven Berichts aus dem Jahr 2035 könnte uns insgesamt viel schneller ereilen, als wir uns bisher vorstellen konnten. Der Bericht beruht auf den heute schon bekannten Tatsachen und verdeutlicht die zwangsläufigen Konsequenzen eines „Weiter so“.

Es ist höchste Zeit, zu begreifen, wie sehr wir und die Zukunft des Planeten von einer funktionierenden Biosphäre abhängen und dass es eine davon unabhängige Existenz nur in schlechten SciFi- Filmen geben kann.

Ein Bericht aus der Zukunft des Jahres 2035

„Es ging dann alles sehr schnell.

Im Jahr 2028 war die Arktis das erste Mal im Sommer völlig eisfrei. Die Temperaturen in den nördlichen Polarregionen erhöhten sich, nach den schon dramatischen Anstiegen der letzten Jahre noch einmal schlagartig und es kam zu einer beispiellosen Waldbrandsaison in den Nordischen Wäldern. Das Auftauen des  Permafrost trat in ein neues Stadium und die Freisetzung von Methan und Kohlendioxid nahm dramatisch zu.

Ein Jahr später vertrocknete der verbliebene Amazonasregenwald und ging zu großen Teilen in Flammen auf, nachdem er schon all die Jahre davor, schwer von Dürren betroffen war.

Damit war der Kohlenstoffkreislauf völlig aus dem Gleichgewicht gebracht und die jährliche Zunahme der CO2- Konzentration in der Atmosphäre verdoppelte sich, was die globale Durchschnittstemperatur immer schneller ansteigen ließ.

An eine Kompensation des weitgehenden Verlustes der natürlichen CO2- Senken durch menschliche Ausgleichsmaßnahmen, wie großflächige Neupflanzungen, war angesichts der weltweiten Zunahme von Katastrophen immer größeren Ausmaßes, nicht zu denken. Die Atmosphärische Zirkulation veränderte sich vollständig und chaotisch, und warme Luft konnte nach dem Zusammenbruch des Polarwirbels ungehindert nach Norden fließen, doch auch im Süden wurde das „ewige Eis“ der Antarktis durch das Vordringen warmer Luft und warmen Wassers massiv destabilisiert.

Das Abschmelzen des Grönländischen Eisschildes und der Antarktis und damit der Meeresspiegelanstieg beschleunigten sich dramatisch. Das Meer stieg nun viel schneller und würde schon zur Jahrhundertmitte einen Meter höher sein als bisher. Viele Küstenregionen wurden viel eher unbewohnbar, als gedacht.  Zudem kam es in Asien und Afrika zu schwersten Dürren und Überschwemmungen. Dutzende Millionen Menschen machten sich auf den Weg nach Norden.

Doch auch Europa und Nordamerika wurden 2033 von einer beispiellosen Dürre heimgesucht, es gab Missernten und Lebensmittelrationierung,  Waldbrände wüteten aller Orten und die Flüsse begannen auszutrocknen, so dass Kraftwerke abgeschaltet werden mussten. Ein Jahr zuvor, hatten noch wahre Jahrtausendfluten weite Landstriche unter Wasser gesetzt und schwerste Verwüstungen angerichtet. Die heftigen Herbst- und Winterstürme hatten überdies gewaltige Zerstörungen in den Wäldern angerichtet.

Jetzt ging es um Überlebenssicherung, Reparaturen, Wiederaufbau, -darum, das tote Holz aus den Wäldern zu schaffen, die Energieversorgung sicherzustellen und umzubauen…

Wie sollte man da zig Milliarden Bäume pflanzen, um den Amazonas- Regenwald zu ersetzen. Wenn wir es in all den vergangenen Jahrzehnten nicht geschafft hatten, das Richtige und Notwendige zu tun, wie sollten wir es jetzt können? Jetzt musste sich jeder selbst helfen. Wir hatten uns die Erde endgültig zum Feind gemacht, - ihr zu helfen, das überstieg nun unsere Kräfte.“

 

So oder so ähnlich wird es früher oder später ablaufen und vieles davon ist heute schon Realität.  All diese Veränderungen führen längst zu einer beständig zunehmenden Destabilisierung des Systems Erde und zur Zerstörung seiner Selbsterhaltungsfähigkeit. Die Erde ist dabei, ihre Fähigkeiten zur Regulierung der Treibhausgase in der Atmosphäre und zur Temperaturregulierung des Planeten weitgehend einzubüßen, wodurch sich die Aufheizung ungehindert immer weiter beschleunigen wird.

Dieser Übergang der Erde in den lebensfeindlichen Systemzustand einer Heißzeit scheint bereits in vollem Gange. Das System Erde ist möglicherweise bereits gekippt.

Um dies doch noch zu verhindern, müsste die Menschheit sofort entschlossen gegensteuern.

Doch nachwievor steht Problemvertagung statt Problemlösung auf der Tagesordnung.

 

Heißzeit ante Portas

Die Erde befindet sich auf dem Weg in eine beispiellose Klimakatastrophe, mit Folgen, deren Ausmaß wir bisher nur ansatzweise überblicken und die weder beherrschbar, noch rückgängig zu machen sein werden.

Wenn die Erde die Schwelle zur Heißzeit einmal überschritten hat, dann ist ein sich selbst verstärkender Aufheizungsprozess im Gange, der mehrere tausend Jahre andauern würde.

Die Erderwärmung hat sich in den letzten drei Jahren enorm beschleunigt und die Erde ist offenbar schon dabei in einen neuen, lebensfeindlichen Systemzustand überzugehen.

Neben den ungebremsten menschlichen Treibhausgasemissionen aus den verschiedensten Quellen, beschleunigen die dramatischen Veränderungen des Planeten die Erderwärmung.

Die Pufferkapazitäten der Erde sind, sowohl bei der Wärmeaufnahme als auch bei der CO2- Aufnahmefähigkeit offensichtlich überfordert. Die natürlichen Verstärkungen der Erderwärmung, wie die verringerte CO2- Aufnahme (Senken), die veränderte atmosphärische Zirkulation und die abnehmende Albedo (Wärmerückstrahlung), nehmen dagegen immer weiter zu.

All die starken Worte von Geoengeneering, Klimabeeinflussung und Terraforming suggerieren, es gäbe notfalls einen technisch machbaren Weg zur Begrenzung der Erderwärmung, ohne Emissionsreduzierungen und ohne limitierenden Zeitfaktor, man könne also das Problem auch später irgendwie in den Griff bekommen. Das beruhigt vor allem die besorgte Öffentlichkeit. Doch es ist ein Ausdruck von Verblendung und  Selbstüberschätzung (Hybris) zu meinen, die Menschheit könne nachträglich einen planetaren Systemübergang rückgängig machen und bräuchte ihn deshalb nicht verhindern. Hierin offenbart sich eine fatale Fehleinschätzung der Realität.

Es gibt einen lebensfreundlichen Bereich von Umweltbedingungen, an den die Biosphäre und der Mensch sich über lange Zeiträume hinweg evolutionär angepasst haben und es gibt lebensfeindliche Umweltbedingungen. Eine nach erdgeschichtlichen Maßstäben, blitzartige Erwärmung der Erde um 5 oder gar 8 Grad, bedeutet den wahrscheinlich irreversiblen und viel zu schnellen Übergang in eine völlig andere Welt und überfordert damit jede Anpassungsfähigkeit, was das fast vollständige Aussterben des Lebens und der Menschheit zur Folge haben könnte. Es ist an uns, diese Eskalation zu vermeiden und im gegebenen natürlichen Rahmen zu verbleiben und die weitere Zerstörung der Lebensgrundlagen zu beenden.

Das eigentlich Nötige, um wenigstens das unter 2 Grad- Ziel des Pariser Klimavertrages zu erreichen, ist aber nachwievor für die meisten Politiker und Unternehmer nicht nur nicht erstrebenswert, sondern schlicht nicht vorstellbar. Man will noch ein wenig weitermachen wie bisher und die Zukunftsentscheidungen weiter vertagen. Doch eine symbolische Klimapolitik des Aufschubs und der Vertagung, des so tun „als ob“, wie in den vergangenen 25 Jahren, in denen sich die Emissionen verdoppelt haben, ist auch mit dem Etikett freiwilliger Selbstverpflichtungen, nicht mehr verantwortbar.

Wenn wir noch etwas retten wollen, dann müssen wir es jetzt tun. 

Hierzu sind eine schnelle „Große Transformation“ der Gesellschaften und ein großangelegtes Programm zur Stabilisierung des Klima- und Erdsystems notwendig. Die Kohlendioxid-Emissionen müssen binnen 10 Jahren weit mehr als halbiert werden und schnellstmöglich gegen Null gehen und zusätzlich muss der Atmosphäre sofort Kohlendioxid in ungeheuren Mengen entzogen werden,- noch vor dem Kollaps der Biosphäre. Wir müssen also nicht nur die CO2- Quellen verstopfen, sondern sofort die CO2- Senken sichern und erheblich erweitern, was u.a. bedeuten würde, die Photosynthese betreibende Pflanzenmasse schnellstmöglich  zu verdoppeln, statt ihre nochmalige Halbierung abzuwarten. Der Mensch hat in den letzten 10000 Jahren, seit seinem „Erscheinen im Holozän“, bereits mehr als die Hälfte des Waldes auf der Erde verbraucht und vernichtet. Es ist allerhöchste Zeit, diesen Trend umzukehren und der Erde endlich wieder zurückzugeben, was wir ihr genommen haben. Diese ökologische Wende muss allerdings jetzt erfolgen, denn im  Jahr 2035 dürfte es bereits unmöglich sein, das Geschehen noch entscheidend zu beeinflussen.

 

Jürgen Tallig    2018     tall.j@web.de

 

https://earthattack-talligsklimablog.jimdofree.com/

 

Literatur:

Lee R.Kump, Was lehrt uns die letzte Erderwärmung, Spektrum Spezial 4/2012

WBGU, Zivilisatorischer Fortschritt innerhalb planetarischer Leitplanken, 2014

WBGU, Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation, Sondergutachten 2016

Maria A. Martin, Das riskante Spiel mit dem Gleichgewicht, Kippelemente im Klimasystem, 2014

S. Rahmstorf, Können wir die globale Erwärmung rechtzeitig stoppen?, KlimaLounge,11.04.2017

Rockström J., „The 10 Science must knows on Climate Change“, 2017 

Tallig J., „Rasante Zerstörung des Blauen Planeten“ Umwelt aktuell  12.2016/01.2017

                „Die tödliche Falle“ in Umwelt Aktuell 11/2017

H.J. Schellnhuber, Selbstverbrennung, 2015

David Wallace-Wells, „Der Planet schlägt zurück“ ( „Freitag“,20.07.2017)

 

 


In den letzten Jahren habe ich etwa 25 Artikel zum Thema Klima geschrieben. Die Artikel sind in verschiedenen Umweltzeitschriften gedruckt und auch in Online-Zeitschriften erschienen und nicht so leicht zu finden. Deshalb sind sie jetzt hier versammelt und damit jedermann zugänglich. Um Weiterverbreitung wird ausdrücklich gebeten. Nur bei geplanten Veröffentlichungen oder Interesse an Vorträgen oder Veranstaltungsteilnahmen sind natürlich Absprachen nötig. Die Artikel können oben über die braune Leiste (anklicken) gelesen werden. Hier einige Artikel in zeitlicher Abfolge von 2013 bis 2022: "Vom Wetter zum Unwetter, Vom Unwetter zur Katstrophe, System Erde aus der Balance, Ein Manifest für das Leben, Kippelement Atmosphärische Zirkulation, Letzte Ausfahrt Paris, Blitzkrieg gegen die Erde, Rasante Zerstörung des blauen Planeten, Die tödliche Falle, Die Erde im Jahr 2035, Der Terrestrische Rat, Einmal Heißzeit und zurück, Der Preis des Lebens, Ungerechtigkeit im Treibhaus, TITANIC. CO2-neutral, Heißzeit ante Portas, Klima auf der Kippe, Coronakrise und Klimakatastrophe, Aufbruch 21- Eine Alternative für das Leben, Die Freiheit der Anderen, Kurs Klimakatastrophe. Hinzu kommen Gedichte, Briefe, eine schwarze Satire ...                                   Jürgen Tallig


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